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In Schulen, Hochschulen, Unternehmen und Einrichtungen der öffentlichen Hand
Integration durch Arbeiten und Lernen
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In der Nachbarschaft, im Verein, in Initiativen und Förderkreisen
Integration durch soziale Teilhabe
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Zwischen dem 24. August und dem 2. Oktober 2026 können an dieser Stelle Vorschläge gemacht werden, um engagierte sächsische Vereine, Unternehmen, Initiativen und Institutionen zu ehren, die sich in den vergangenen zwölf Monaten in besonderem Maße für die Integration von Migrantinnen und Migranten im Freistaat eingesetzt hatten.
Denn: Gelungene Integrationen sind Erfolgsgeschichten in Sachsen!
Wer darf teilnehmen und wer kann was gewinnen?
Für den Sächsischen Integrationspreis 2026 stehen insgesamt 9.000 Euro zur Verfügung. Er wurde auf drei Preise zu je 3.000 Euro verteilt. Alle Bewerber werden zusätzlich durch professionelle Pressearbeit und eine Broschüre bekannt gemacht.
Die Broschüre mit der Dokumentation der Vorschläge kannnach der Preisverleihung unter www.offenes-sachsen.de bei der Geschäftsstelle des Sächsischen Ausländerbeauftragten oder hier auf der Website bestellt werden und wird kostenlos zugeschickt.
Vereine und Verbände sind wichtige Partner für Integrationsprozesse, können sie doch einen einfachen Zugang zu Teilhabe und gemeinsame Aktivitäten auf der Basis gleicher Interessen fördern. Gesucht wurden Vereine und Verbände, in denen Migrantinnen und Migranten willkommen waren und sind und sich aktiv in das Vereinsleben integrieren können, unabhängig davon, ob es sich um Kultur, Sport, Kunst, Wissenschaft, Umwelt oder Soziales handelt. Entscheidend war das gleichberechtigte Miteinander entsprechend der Vereinssatzung.
Gesucht wurden engagierte Unternehmen, die Integrationsmaßnahmen entwickeln und umsetzen. In ihnen pflegen Geschäftsführung wie Belegschaft gleichermaßen einen offenen, respektvollen und toleranten Umgang mit Migrantinnen und Migranten, organisieren Fach- und Sprachtrainings, Patenschaften oder berücksichtigen kulturelle und religiöse Besonderheiten.
In vielen Kommunen wurden seit Jahren gewaltige Anstrengungen unternommen, um die ankommenden Flüchtlinge zu betreuen, für das Lebensnotwendige zu sorgen und sie in ihr neues Lebensumfeld zu integrieren. Es waren und sind die Kommunen, die die Bereitstellung von Wohnraum, von Kita- und Schulplätzen für Migrantinnen und Migranten sicherstellen. Und es waren und sind auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kommunen auf allen Ebenen, die schnell praxistaugliche Lösungen auf der Grundlage der geltenden Gesetze und Bestimmungen organisieren.
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Mitglieder der Jury 2026
Sächsische Staatsministerin für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt
Petra Köpping
geboren 1958 in Nordhausen, verheiratet, drei Kinder
Staatsrechtswissenschaftlerin
1989 bis 1990 Bürgermeisterin von Großpösna
1990 bis 1994 Außendienstmitarbeiterin der DAK
1994 bis 2001 Bürgermeisterin von Großpösna
2001 bis 2008 Landrätin des Landkreises Leipziger Land
2008 bis 2009 Beraterin der Sächsischen Aufbaubank
2009 bis 01/2020 sowie seit 10/2024 Landtagsabgeordnete
2014 bis 2021 Kreisrätin im Kreistag des Landkreises Leipzig
2014 bis 2019 Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration im Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz
2019 bis 2024 Sächsische Staatsministerin für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt
Seit 19. Dezember 2024 Sächsische Staatsministerin für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt
Wasserwacht der Koberbachtalsperre Langenhessen Projekt DRK Kreisverband Zwickauer Land e. V.
Preisträger 2024
Vertreten durch:
Vorname Name
Die Wasserwacht gibt es seit 1999 im DRK Kreisverband Zwickauer Land e.V. Sie hat etwa 300 Mitglieder aus mindestens sechs Nationen. Ab 2014 öffnete sich die Wasserwacht für interkulturelle Beteiligung und Integrationsarbeit. Sie war Bestandteil des Werdauer Helferkreises 2015 und erneut zu Beginn des Ukrainekrieges. Etwa 40 Mitglieder der Wasserwacht wurden allein aus den Reihen geflüchteter Ukrainer gewonnen.
Aus der Laudatio gehalten von Sören Kristensen (Oberbürgermeister der Stadt Werdau): Das Handeln der Kameradinnen und Kameraden der Wasserwacht zeigt, wie Offenheit und gegenseitige Bereicherung in der Praxis gelingen. Für Migranten und für die Gesellschaft entsteht eine klassische win-win-Situation. Die Helfer vom DRK demonstrieren, wie Integration und Zusammenleben der Nationen funktionieren.
Netzwerk Fachkräfte international e. V., Plauen
Preisträger 2024
Vertreten durch:
Vorname Name
Das Netzwerk kümmert sich seit 2018 um die Rekrutierung, Auswahl, Einstellung (Ausbildung und Job) sowie die Sprachvermittlung und gesellschaftliche Integration. Hier wird Hilfestellung für kleine und mittlere Unternehmen gegeben, die in der Regel nicht die Kapazität haben, selbst Rekrutierung und Integration zu bewerkstelligen.
Aus der Laudatio gehalten von Dr. Andreas Brzezinski, (Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Dresden): Nur große Unternehmen können sich eigene Rekrutierungsabteilungen leisten. Das Netzwerk ist kompetenter Ansprechpartner für die typischen kleinen und mittelständischen Betriebe im Vogtland. Neben der Sprachvermittlung und fachlichen Ausbildung steht die gesellschaftliche Integration auf der Agenda. Ziel ist es dem Fachkräftemangel zu begegnen und gleichzeitig die Menschen zu integrieren - in die einstellenden Betriebe/Unternehmen und in die Gesellschaft. Die Fachkräfte sollen eine neue Heimat finden und in der Region bleiben. Das Netzwerk setzt derzeit einen weiteren Schwerpunkt seiner Arbeit auf den Bereich des Handwerks und der technischen Berufe.
Deutschkurse im Lutherhof Crimmitschau
Preisträger 2024
Vertreten durch:
Vorname Name
Der damalige Sächsische Ausländerbeauftragte Geert Mackenroth stiftet einen Sonderpreis für ein weiteres Projekt, das ebenfalls von der Jury nominiert wurde. Der Sonderpreis ist mit 2.000 € dotiert. Die ehrenamtliche Initiative bietet Deutschkurse in Crimmitschau an. Die beteiligten ehemaligen Lehrerinnen und Lehrer engagieren sich in ihrem Ruhestand und realisieren seit 2015 wöchentlich sechs Unterrichtseinheiten zu je 45 Minuten. Dieser Kurs ermöglicht ca. 30 Migranteninnen und Migranten aus unterschiedlichen Herkunftsländern die Teilhabe.
Die Laudatio hielt Flaurita Maffokang, Stipendiatin des Marwa El-Sherbini-Stipendiums für Weltoffenheit und Toleranz. Die Initiative reagiert auf einen Mangel an Deutschkursen und eine lange Warteliste. Seit neun Jahren bieten die Lehrer im Ruhestand ehrenamtliche Deutschkurse auf hohem Niveau und mit einem großen Zeitbudget an. Diese Hilfe wirkt unmittelbar und zahlt sich bei Behördengängen, im Alltag, in der Schule und Ausbildung langfristig aus.
Rückblick Preisverleihung 2024
Zur Sicherung des gesellschaftlichen Zusammenhaltes sollen Menschen mit Migrationshintergrund zu einem gleichberechtigten Leben in unserer Gesellschaft befähigt werden. Menschen mit Migrationshintergrund sollen ebenso zur Integration auf Basis der Grundwerte der Verfassung des Freistaates Sachsens beitragen, indem sie eigene Integrationsleistungen erbringen. Insbesondere sollen sie jedwede Anstrengungen zum Erlernen der deutschen Sprache und zur Sicherung ihres Lebensunterhalts unternehmen.
Quelle: Sächsisches Integrations- und Teilhabegesetz vom 29. Mai 2024